Vor nunmehr drei Wochen gings für vier Tage nach Madrid. Die Reise wurde per Bus angetreten, obwohl auch der der Schnellzug AVE zwischen Sevilla und Madrid verkehrt. Aber wenn man bei Socibus nur knapp über 33 Euro für das Hin- und Rückfahrtticket(zusammen!) auf den Tisch legen muss kann man sich auch mal 13 Stunden in den Bus setzen und die mehr als tausend Kilomter runterreißen. [3 Cent pro Kilometer ergäbe für die Strecke von IN-Town nach Minga übrigens einen Fahrpreis von etwa 2 Euro]. Die Hinfahrt ging dann auch in einem wackeligen Bus aus chinesischer Produktion namens Sungdungcheng oder Sangyungdong oder so ähnlich. Jedenfalls erinnerte der mich irgendwie an einen MAN-Bus, aber das war wahrscheinlich nur Zuuuuuufall. Ironie der Geschichte: besonders laut klapperte ein neben unserer Sitzreihe installierter Automat, bei dem man sich Ohrenstöpsel gegen den Lärm kaufen konnte. Die Rückfahrt in einem Iveco-Bus war wesentlich angenehmer.
Als meine Absteige hab ich für die drei Nächte Las Musas Residence gewählt, ein zentral gelegenes und modern ausgestattetes Hostal(unter anderem mit riesigem Flachbildfernseher inklusive Canal+ im Aufenthaltsraum), dem allerdings ein bisschen das spanische Flair fehlte und mehr den IKEA-Hauch versprühte.
Wenn man in Madrid ist, sollte man auf jeden Fall in den Prado und ins Reina Sofia Museum gehen. Jeder, der einen Picasso von einem Velázquez unterscheiden kann, wird seine Freude daran haben.
Das Museo del Prado zeigt Bilder der europäischen Malerei vom 15. bis 19 Jh., darunter so bekannte Werke wie:
- Die Erschießung der Aufständischen
- Saturn, einen seiner Söhne verschlingend
- …
Mit moderner Kunst kann ich eigentlich nicht viel anfangen, aber ein Besuch im Museo Reina Sofia war dann doch ein Muss, schon allein um Picassos Guernica zu sehen.
Stadtwappen von Madrid:
Statue von Don Quijote auf der Plaza de España:









